Internationales ökologisches Workcamp in Twijzel, Niederlande

„Über das ökologische Bewusstsein“

Stefan Evertz teilt seine Erfahrungen als Volontär bei einem internationalen Workcamp in Twijzel, Niederlande

Im Sommer 2011 überlegte ich mir ziemlich spontan, dass ich noch gerne für ein paar Wochen ins Ausland gehen würde. Da ich mit meiner Planung relativ spät dran war und weder ein Freund von Pauschaltourismus – Angeboten bin noch viel Geld ausgeben wollte, war meine Suche recht eingeschränkt. Nach kurzer Internetrecherche stieß ich auf die Lastminute – Workcampplätze von IJGD, einer gemeinnützigen Organisation, die jungen Menschen dabei hilft, sich im Ausland zu engagieren.

Bei einem internationalen Workcamp kommen Leute aus verschiedenen Teilen der Erde zusammen, um gemeinsam für ein paar Wochen bis Monate an einem sozialen oder ökologischen Projekt zu arbeiten.

Die Teilnehmer arbeiten einige Stunden am Tag und müssen im Gegenzug nichts für die Unterkunft und das Essen bezahlen.

Erfahrungsbericht_Stefan_Workcamp2

Allerdings verlangen die Organisationen, die die Workcamps anbieten, vor deren Beginn eine Gebühr (i.d.R. ca. 100 Euro) für die Teilnahme.

In meinem Fall handelte es sich um ein zweiwöchiges Projekt in einem Naturschutzgebiet im Norden der Niederlande. Die Hauptaufgaben waren hierbei das Aufsammeln von Schilf und das Fällen von kleineren Bäumen.

Die Nachmittage waren frei und wurden mit Aktivitäten gefüllt. Meistens haben wir per Rad die Gegend erkundet. So sind wir zum Beispiel zu benachbarten Biobauernhöfen gefahren oder haben eine Wattwanderung zu einer der nordfriesischen Inseln gemacht. Abends haben jeweils zwei Personen typische Spezialitäten aus ihren Heimatländern gekocht, was für mich ganz klar zu den Highlights des Workcamps gehört hat.

Fazit: Die beiden Wochen in den Niederlanden haben mir sehr gut gefallen. Insbesondere, weil man bei einem Workcamp Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt kennen lernt und es eine vergleichbar preiswerte Möglichkeit ist, Zeit im Ausland zu verbringen. Der ökologische Nutzen hielt sich allerdings, zumindest bei dem Projekt, bei dem ich mitgearbeitet habe, in Grenzen. Dies lag daran, dass es sich bei unserer Arbeit um regelmäßig zu verrichtende Tätigkeiten gehandelt hat, die im Normalfall von bezahlten Arbeitern erledigt worden wären. Allerdings fördert die Arbeit “draußen“ in einem Naturschutzprojekt sicherlich zumindest zum Teil das ökologische Bewusstsein der Teilnehmer.Erfahrungsbericht_Stefan_Workcamp1

————————————————————————————————————————————————-

Weitere Informationen:

  • IJGD – Internationale Jugendgemeinschaftsdienste